Bericht zur Geographie-Projektwoche vom Januar 2018 im Rahmen von WsZ 2017

Im Januar 2018 veranstaltete der Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung eine Projektwoche zum Thema „Raum erforschen und analysieren – Geographie als interdisziplinärer Studiengang“ mit zwei Erdkunde-Leistungskursen der Jahrgangsstufe 11 des Reichswald-Gymnasiums in Ramstein-Miesenbach.

Die Projektwoche startete mit einer Begrüßung und der Zielfestsetzung durch Mitarbeiter des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Raumordnung. Danach folgte der Einstieg in das Projektthema „Strukturen, Prozesse und Beplanung eines Stadtquartiers: Pfaff-Gelände in Kaiserslautern“. Bei diesem Areal handelt es sich um eine vormals industriell genutzte Fläche im innenstadtnahen Bereich, dessen Nachnutzung in den letzten Jahren von vielen Seiten diskutiert und ausgearbeitet wurde. Zur räumlichen Analyse wurde eine ausgedehnte Kartierung der Umgebung des Pfaff-Geländes durch die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen vorgenommen. Die kartierten Objekte wurden anschließend von den Schülerinnen und Schülern in einer leeren Karte im Großformat einheitlich aufgetragen, sodass eine Gesamtkarte der Umgebung des Geländes entstand. In der anschließenden Besprechung der fertigen Karte wurde durch die Schüler herausgearbeitet, in welcher Weise sich die Nutzungen und Wohnformen in den angrenzenden Quartieren unterscheiden, welche Ursachen dies hat und inwiefern dies bei einer weiteren Beplanung des Pfaff-Geländes zu berücksichtigen ist. Dabei wurden verschiedene raumwirksame Prozesse wie die Industrialisierung, die Suburbanisierung und der Strukturwandel herausgearbeitet. Im Rahmen des Workshops „Raumplaner für einen Tag“, konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend für das Pfaff-Gelände weitere Nutzungsideen zu entwickeln und darauf aufbauend einen eigenen Planungsentwurf erstellen.

Neben dieser sehr praktischen Arbeit erhielten die Schülerinnen und Schüler durch den Besuch mehrerer Lehrveranstaltungen der Geographie auch einen konkreten Einblick in den studentischen Alltag und das Studienfach Geographie. Dazu zählte natürlich auch der tägliche Besuch in der Uni-Mensa. Aufgelockert wurden die einzelnen Programmpunkte durch Ratespiele, Bilderrätsel sowie kreativem Kartenzeichnen.

Um auch physisch-geographische Inhalte während des Studiums zu beleuchten, führte Dipl.-Geographin Tanja Kaiser vom Fachgebiet Physische Geographie und Fachdidaktik die Schülerinnen und Schüler in den botanischen Garten der TU, wo diese eigenständig sowohl morphologische als auch physiologische Anpassungsstrategien an die klimatischen Bedingungen in der tropischen, subtropischen, gemäßigten und (sub-)polaren Zone erkunden konnten. Zum Abschluss erfolgte dann eine Evaluation der Projektwoche Geographie durch die Schülerinnen und Schüler, zunächst in Form eines Fragebogens und danach in Form einer offenen Diskussionsrunde, wobei die Projektwoche als sehr gelungen bewertet wurde.

Univ.-Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß

Dipl.-Geograph Sebastian Winter

Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung

 

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