Bericht zur Raumplaner-Exkursion im April 2016: Stadt und Regionalentwicklung – wie gestaltet Belgien den Wandel

Fachexkursion für Studierende des Bachelors Raumplanung, Masters Stadt- und Regionalentwicklung und Masters Umweltplanung und Recht nach Belgien des Lehrstuhles Regionalentwicklung und Raumordnung im Sommersemester 2016

Auf dem Programm der fünf-tägigen Exkursion nach Belgien standen Stationen in Eupen, Brüssel, Antwerpen und Oostende. Inhaltlich-fachlich lag der Schwerpunkt auf vier Themenkomplexen: erstens der Regionalentwicklung in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, zweitens dem Lobbying für Themen der Stadt- und Regionalentwicklung durch kommunale Verbände in Brüssel, drittens der Stadtentwicklung in Antwerpen anhand ausgewählter aktueller Projekte und viertens der touristischen Entwicklung der belgischen Küste.

In Eupen, dem Sitz der Regierung der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien erhielten die Studierenden eine Einführung in das belgische Planungssystem und seine Instrumente zur Bewältigung aktueller Herausforderungen der Regionalentwicklung. Diese wurden am Beispiel des Regionalen Entwicklungskonzeptes in der deutschsprachigen Gemeinschaft vertiefend diskutiert.

Einen interessanten Einblick in die Arbeit von Lobbying-Aktivisten in Brüssel bekamen die Teilnehmer/innen der Exkursion durch zwei Gesprächstermine mit Dr. Klaus Nutzenberger, dem Direktor des Europabüros des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie André Rydykowski, der die Arbeit des Europabüros der Metropolregion FrankfurtRheinMain in Brüssel vorgestellt hat. Anhand eines geführten Rundgangs durch das Europaviertel in Brüssel, bei dem auf die vielfältigen Lobby-Aktivisten rund um die EU-Institutionen aufmerksam gemacht wurde, haben die Teilnehmer/innen den Einfluss verschiedener Lobbyisten und ihrer „Anliegen“ auch auf Fragen der Stadt- und Regionalentwicklung diskutiert.

Abgeschlossene und noch in Arbeit befindliche prägende Projekte der Stadtentwicklung in Antwerpen hat die Gruppe unter orts- und fachkundiger Führung von Luk van Maele im Rahmen einer eintägigen Stadt-Radtour erkunden und erfahren können. Dabei kamen auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Studiengänge, die an der Universität Antwerpen und der TU Kaiserslautern im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung angeboten werden zur Sprache.

Die touristische Entwicklung der belgischen Küste sowie die derzeitige Situation haben die Studierenden anhand individueller Tagesexkursionen mit der Kusttram und von Fotodokumentationen ausgewählter Küstenorte und Strandabschnitte nachgezeichnet. Die im Rahmen dieser Tagesexkursionen gesammelten und zusammengetragenen Informationen und Eindrücke konnten abschließend mit Marc Martens, einem regional tätigen Architekten und Raumplaner, der vielfältige Erfahrungen mit der Planung in und für Kommunen an der Küste besitzt, reflektiert werden.

Dr.-Ing. Kirsten Mangels
M. Sc. Sophie Guhl

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