Bachelorprojekt 2019: Vernetzter Anker im ländlichen Raum – Digitalisierungsstrategie zur Etablierung der Mittelstadt Pirmasens als Messe- und Wirtschaftsstandort

Aktuelle Megatrends mit hoher Raumrelevanz – hierzu zählen Internationalisierung und Globalisierung, tiefgreifende Veränderungen demografischer Strukturen, Digitalisierung und gesellschaftliche Umbrüche sowie zunehmende Mobilitäten von Unternehmen und Beschäftigten – bilden die Grundlage für alle Zukunftsfragen von Regionen und Kommunen. Mittelstädte ländlicher Regionen, die häufig Ankerstädte oder Stabilisatoren für ihre Region darstellen, sind von diesen Entwicklungen besonders gefordert. Die Sicherung und der Ausbau ihrer Leistungsfähigkeit stellen einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse dar. Insbesondere die Digitalisierung führt dabei zu neuen Herausforderungen aber auch zu neuen Chancen.

Gesundheit, Bildung, Arbeit oder Mobilität – die Digitalisierung erfasst nahezu alle Lebensbereiche. Die Mittelstadt Pirmasens – Ankerstadt für den Landkreis Südwestpfalz – hat ein hohes Interesse daran, eine digitale Zukunftsvision und daraus abzuleitende Handlungsempfehlungen als digitales Messe- und Wirtschaftszentrum zu entwickeln, um auch zukünftig ein regionaler Stabilitätsanker zu sein.

Ziel des Bachelorprojektes war es, die Chancen eines digitalen Ausbaus des Messestandortes Pirmasens, z.B. als Gaming Messe, aufzuzeigen und praxisorientiert – in Abstimmung mit Vertretern der Stadtverwaltung Pirmasens – eine entsprechende Strategie für den Standort Pirmasens zu entwickeln. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Netzwerk der Kreativwirtschaft „PS:Kreativ“, deren Mitglieder neben anderen Ausstellern der Messe „Kreativvitti“ für die empirische Untersuchung herangezogen wurden.

Die Studierenden haben in ihrem Projekt eine Digitalisierungsstrategie für den Ausbau des Messe- und Wirtschaftsstandortes Pirmasens als regionales Zentrum entwickelt. Hierzu wurden drei Zielbereiche definiert, die sich aus den digitalen Rahmenbedingungen, der (Kreativ-)Wirtschaft und dem Digitalen Messestandort zusammensetzen. Die Zielbereiche untergliedern sich in jeweils 3 Handlungsfelder, denen ein ausführlicher Maßnahmenkatalog zugeordnet wird. Als Handlungsfelder wurden u.a. der erweiterte Breitbandausbau, die Modernisierung der Homepage, die Entwicklung einer Messe-App sowie einer Mobilitäts-App, die grenzüberschreitende Vermarktung der Messe, die Errichtung einer B2B-Onlineplattform zur Vernetzung von Unternehmen oder die Stärkung von Coworking Spaces zur Unterstützung von Start-ups sowie zahlreiche Maßnahmen von Digitalisierung im Bildungsbereich und zur Verbesserung von Verwaltungsaufgaben identifiziert. Das Bachelorprojekt fand unter der Leitung von Dr. Elke Ries und Dipl.-Ing. Sabine Braun statt.

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