Band 43: Das Anbindungsziel des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms – zu seinem Nutzen und den Gefahren einer Relativierung

SRL

Schriften zur Raumordnung und Landesplanung (SRL) – Band 43

Daniela Briegel
Das Anbindungsziel des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms – zu seinem Nutzen und den Gefahren einer Relativierung

Die in der laufenden Fortschreibung des Bayerischen Landesentwicklungsprogramms vorgesehene Lockerung des sogenannten Anbindungsziels, das die landesplanerische Zulässigkeit der Ausweisung neuer Baugebiete von der Anbindung an den Siedlungskern abhängig macht, hat zur höchst emotionalen Auseinandersetzung in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft geführt, nicht zuletzt deshalb, weil eines der bisher herausragenden Markenzeichen Bayerns seine gewachsene, überschaubare und weitgehend geordnete Siedlungsstruktur ist.

Anliegen der Arbeit ist es, anhand objektiver Kriterien, wie den Leitkriterien der Raumordnung, siedlungs- und soziokulturellen Kriterien, Kriterien des Themenbereichs „Natur und Umwelt“ und strukturpolitischen Kriterien, der Frage nachzugehen, welchen Nutzwert das bisherige, weitgehend stringente Anbindungsziel erbracht hat und welche Auswirkung unter eben diesen Aspekten die beabsichtigte Relativierung erwarten lässt. Die Arbeit bemüht sich, trotz der fachlicherseits prima vista gegebenen Fragwürdigkeit des geplanten Vorgehens, um weitestmögliche Objektivität und stützt ihre Ergebnisse auf ein breites Spektrum von Expertengesprächen, das das Meinungsbild in Politik, Gesellschaft und Fachwelt abzubilden versucht.

Bei kritischer Beurteilung der berührten Belange und unter Einbindung der erhobenen Expertenmeinungen ergeben sich aus einer Lockerung des Anbindungsziels bei Abwägung des Für und Wider gravierende Konsequenzen, die sich mit einer wohlverantwortlichen, fachgerechten Landesplanung nicht vereinbaren lassen.

ISBN 978-3-937006-21-5
Seitenzahl: 114
Elektronische Publikation

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