Kommunales Entwicklungskonzept für die Verbandsgemeinde Guntersblum

Auftraggeber
Verbandsgemeinde Guntersblum

Laufzeit
11/2004 – ??/200?

Projektbeschreibung

Seit Mitte November 2004 wird für die Verbandsgemeinde Guntersblum (Landkreis Mainz-Bingen/ Rheinland-Pfalz) ein Kommunales Entwicklungskonzept beim Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung erarbeitet. Die Verbandsgemeinde mit den insgesamt neun Ortsgemeinden Dolgesheim, Dorn-Dürkheim, Eimsheim, Guntersblum, Hillesheim, Ludwigshöhe, Uelversheim, Weinolsheim und Wintersheim liegt am Rhein zwischen den Städten Mainz und Worms. Guntersblum mit den insgesamt knapp 10.000 Einwohnern ist strukturell geprägt vom Weinbau.

Zielsetzung ist es dabei, auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme und einer Stärken-Schwächen-Analyse Vorschläge und Maßnahmen zu erarbeiten, die eine zukunftsfähige Entwicklung der Verbandsgemeinde und ihrer Ortsgemeinden gewährleistet. Im Rahmen des Entwicklungskonzepts müssen verschiedene neue Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden

  • geänderte demographische Rahmenbedingungen sowohl die natürliche Bevölkerungsentwicklung als auch das Wanderungsverhalten betreffend,
  • neue Formen des Arbeits- und Pendlerverhaltens,
  • erhöhte Wettbewerbssituationen um die Ansiedlung von Unternehmen,
  • Notwendigkeit der Sicherung der Grundversorgung im Bereich des Einzelhandels sowie der sozialen Infrastruktur (Kindergärten, Schulen u.a.),
  • zunehmender Wettbewerb der Kommunen um Gewinnung von Wohnbevölkerung,
  • neue Formen des Wohnstandortverhaltens gerade vor dem Hintergrund hoher Bodenpreisbelastungen in Verdichtungsräumen und deren unmittelbarem Umland sowie angesichts zunehmend steigender Energiepreise,
  • zunehmend knappere Haushaltsmittel im kommunalen Bereich (Gewerbssteuer u.a.),
  • zunehmende Notwendigkeit des Einsatzes von Management- und Marketingstrategien auf kommunaler Ebene.

Im Vordergrund des Entwicklungskonzepts für die VG Guntersblum steht die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung. Für die Verbandsgemeinde Guntersblum mit ihren insgesamt neun Ortsgemeinden liegt zum Beispiel eine Herausforderung darin, sich zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar zu behaupten. Am Beginn des Konzeptes stehen eine umfassende Strukturanalyse der bestehenden Wirtschafts- und Sozialstruktur. Dabei werden die zentralen statischen Daten bezogen auf die Einwohner-, Wirtschafts- und Fremdenverkehrsentwicklung ausgewertet.

Neben der Auswertung des statistischen Datenmaterials im Rahmen der Bestandsaufnahme steht die Einbeziehung der Bürger und Gewerbetreibenden (Einzelhändler, Industrie- und Handwerksbetriebe, Fremdenverkehrsbetriebe, Winzerbetriebe, Vereine u.a.) im Vordergrund. Deren Meinungen und Einschätzungen in Bezug auf die derzeitige Situation und Lage ebenso wie deren Vorschläge zur weiteren Entwicklung der Verbandsgemeinde sind gefragt. Hierzu wird Ende Februar eine schriftliche Befragung der Haushalte der Verbandsgemeinde gestartet. Es ist vorgesehen, die Fragebögen zusammen mit dem Amtsblatt an alle Haushalte zu verteilen. Im Anschluss an die Haushaltsbefragungen werden die Gewerbetreibenden, also Unternehmer im gewerblichen Bereich, Einzelhändler sowie die Gaststätten und Fremdenverkehrsbetriebe ebenfalls schriftlich befragt.

Die Ergebnisse der Befragungen werden direkt in den nächsten Arbeitsschritten benötigt, da aus der Analyse dieser und der statistischen Daten heraus in weiteren Arbeitsschritten ein Stärken-Schwächen-Profil für die Verbandsgemeinde entwickelt wird. Dieses Stärken-Schwächen-Profil stellt die Grundlage für die Ausarbeitung geeigneter Handlungs- und Maßnahmenvorschläge dar. Die konkreten Maßnahmenvorschläge werden kurz-, mittel- und langfristige Vorschläge beinhalten, die geeignet sind, die bestehenden Stärken der Verbandsgemeinde weiter auszubauen und zu nutzen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß
Dr.-Ing. Hans-Jörg Domhardt
Dipl.-Ing. Swantje Grotheer

Tourismuskonzept für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern
Perspektiven der regionalen und kommunalen Entwicklung der Verbandsgemeinden Hermeskeil, Mendig, Rheinböllen und Westerburg
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