Potentialbereich “Region und Stadt”

Auftraggeber
Land Rheinland-Pfalz

Laufzeit
2019 – 2020 (4. Periode)

Kooperationspartner
Interdisziplinärer Forschungsverbund mit Fachkompetenz der Disziplinen Raum- und Umweltplanung, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Physische Geographie, Soziologie, Landschafts- und Freiraumentwicklung, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Bauingenieurwesen

Projektbeschreibung

Als Plattform der raumwissenschaftlichen Forschung beschäftigt sich der im Jahr 2008 im Rahmen der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz gegründete Universitäre Potentialbereich “Region und Stadt” mit aktuellen Themen der raumstrukturellen Entwicklung mit einem gesonderten Schwerpunkt auf ländliche Regionen. Ziel des interdisziplinären Forschungsverbundes mit Kooperationspartnern aus den Disziplinen Raum- und Umweltplanung, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Physische Geographie, Soziologie, Landschafts- und Freiraumentwicklung, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Bauingenieurwesen ist die Diskussion existierender und die Erarbeitung neuer Konzepte und Handlungsansätze der Raumentwicklung auf internationaler, nationaler, regionaler und kommunaler Ebene. Im Mittelpunkt des Forschungsverbundes stehen sowohl die konzeptionell-wissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung als auch der Know-how-Transfer praktischer Handlungsansätze im Sinne von Praxis- und Politikberatung.

Im Jahr 2020 waren die Aktivitäten des Universitären Potentialbereichs „Region und Stadt“ geprägt von der Vernetzung der Forschungsarbeiten und -initiativen seiner Mitglieder (z. B. Verbundanträge, gemeinsames Forschungskolloquium). Durch die fünf durchgeführten Forschungskolloquien zu verschiedenen Leitthemen, wie unter anderem „Energieleitplanung und Grüne Infrastruktur“, „Intelligente Ansätze für ländliche Räume“, „Border Studies“ und „Neue Ansprüche an Siedlungsstrukturen“, wurde der wissenschaftliche Austausch der Mitglieder des Potentialbereichs „Region und Stadt“ weiter gefördert und ausgebaut. Erfreulich war im Jahr 2020 darüber hinaus die Bewilligung eines großen interdisziplinären Verbundprojekts zum Thema „Ageing Smart – Räume intelligent gestalten“ durch die Carl-Zeiss-Stiftung. Mit dem Thema Ageing Smart greift der Potenzialbereich Region und Stadt, gesellschaftliche Herausforderungen im Spannungsfeld von demographischem Wandel und Digitalisierung auf. Dieses fünfjährige Verbundvorhaben bindet neben den Raumwissenschaften der TUK gezielt die Expertise von Informatik und Mathematik ein, um Kommunen bei der nachhaltigen Gestaltung von Räumen im Hinblick auf den Übergang der Babyboomer in den Ruhestand mit Hilfe eines neuartigen Entscheidungsunterstützungssystem zu unterstützen. Das BMBF Projekt „Regionalstudien“ mit dem Thema „Linking Borderlands: Dynamiken grenzregionaler Peripherien“ stellt ein weiteres Verbundvorhaben des Potentialbereichs „Region und Stadt“ dar, dessen Ziel es ist Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Regionalstudien (area studies) zu fördern. Das Forschungskonsortium dieses Projekts setzt sich aus der Universität des Saarlandes, der TU Kaiserslautern, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) als auch des Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung zusammen.

Um die grundlegenden Entwicklungsziele des Potentialbereiches – die koordinierte fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Untersuchung ländlicher Räume und Unterstützung interdisziplinärer Nachwuchsförderung – zu verfolgen, wird derzeit die Neubeantragung eines DFG-Graduiertenkollegs im Themenfeld „Intelligente Zukunftspfade ländlicher Räume“ zur weiteren Strukturbildung der Disziplin „Raumplanung“ an der TU Kaiserslautern und mit dem Ziel der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses geprüft, geplant ist eine Antragstellung  bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Zur Verbesserung der Wahrnehmung und Sichtbarkeit des Potentialbereichs „Region und Stadt“ wurde 2020 eine Corporate Identity in Form eines Logos entworfen, die Homepage neugestaltet als auch ein Publikationsprojekt zum Special Issue „Intelligent Rural Area – Novel Solutions für Sustainability and Livability“ der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Sustainability unter dem Dach von „Region und Stadt“ initiiert.

Den Vorsitz des Universitären Potentialbereichs wird ab 01. Januar 2021 die stellvertretende Sprecherin Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Karina Pallagst übernehmen.

 

Ansprechpartner

Univ.-Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß (Sprecherin)
M. Sc. Nina Wahrhusen / M. Sc. Daniela Briegel (Geschäftsführung)

Ada-Lovelace-Projekt, Rheinland-Pfälzisches Kompetenzzentrum für Frauen in MINT
Netzwerk-Analyse im Bereich Kultur: Analyse der Vernetzung der regionalen Kulturträger und -multiplikatoren im Oberen Mittelrheintal; Schwerpunkt: Kommunen
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