Ländliche Räume in Rheinland-Pfalz zwischen Wachstum und Schrumpfung – Wachstumsmotoren in ländlichen Räumen in Rheinland-Pfalz

Auftraggeber
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.

Laufzeit
08/2009 – 07/2011

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Diskussion um die Zukunft von Regionen rücken die ländlichen Räume zunehmend in den Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund der Unterschiede hinsichtlich der geografischen Lage, der Verkehrsanbindung, der naturräumlichen und infrastrukturellen Ausstattung, der Bevölkerungs-, Erwerbs-, Wirtschafts- und Unternehmensstruktur, der regionalen Identität sowie der regionaltypischen Ausprägungen und Traditionen, zeigt sich, dass sich ländliche Räume sehr heterogen gestalten und es „den“ ländlichen Raum nicht gibt. Beispielsweise unterscheiden sich ländliche Räume in Schrumpfungsregionen und sog. Wachstumsregionen. Während bei den Schrumpfungsregionen das Thema der Sicherung der Daseinsvorsorge für die ansässigen Bevölkerungsgruppen eine große Rolle spielt, weisen die Wachstumsregionen sehr positive bevölkerungsstrukturelle und sozio-ökonomische Entwicklungen auf. Bei diesen stellt sich die Frage nach den Erfolgsfaktoren.

Im Rahmen des Projekts „Wachstumsmotoren in ländlichen Räumen in Rheinland-Pfalz“ werden die Faktoren identifiziert, die dazu beigetragen haben, dass sich auch außerhalb der Verdichtungsräumen dynamische Korridore, kleinere Agglomerationen, Mittelstädte und Standorträume in ländlichen Regionen in Rheinland-Pfalz herausbilden, welche durch positive Entwicklungen auf sich aufmerksam machen. Im Zuge dessen werden drei Beispielregionen hinsichtlich ihrer Erfolgsfaktoren untersucht und dahingehend analysiert, ob Gemeinsamkeiten vorhanden sind, oder ob jede Region für sich genommen ein Spezialfall darstellt. Eine dieser Beispielregionen stellt der Rhein-Hunsrück-Kreis dar, der durch den Erfolg der Regionalflughafens Frankfurt-Hahn auf sich aufmerksam macht.

Damit sich ländliche Räume in Zukunft als leistungsstarke Wachstumsmotoren profilieren können und auf diese Weise weiterhin einen erheblichen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum leisten können, werden in einem weiteren Schritt Handlungsmöglichkeiten der Raumordnung, Regional- und Strukturpolitik und anderer relevanter Politikfelder erarbeitet, die zur nachhaltigen Unterstützung der positiven Entwicklungen in den Wachstumsregionen außerhalb der Metropolen dienen könnten.

Das Projekt wird im Zeitraum 2009 bis 2011 am Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung bearbeitet. Das Forschungsprojekt „Erfolgsbedingungen von Wachstumsmotoren außerhalb der Metropolen“, dass vom Bundesministerium für Bauwesen und Raumordnung beim Lehrstuhl Regionalentwicklung und Raumordnung in Auftrag gegeben wurde (Fertigstellung 2007) stellt eine wesentliche Grundlage für das Projekt „Wachstumsmotoren in ländlichen Räumen in Rheinland-Pfalz“ dar.

Am 20. September 2011 wurden die Untersuchungsergebnisse im Rahmen der Tagung Wachstumsmotoren in Rheinland-Pfalz vorgestellt und gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik diskutiert. Die Fachvorträge stehen Ihnen nun zum Download auf der Homepage der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. bereit.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Gabi Troeger-Weiß
Dipl.-Ing. Claudia Bolte

INTERREG IV B-Projekt ACCESS – Improving accessibility of services of general interest – organisational innovations in rural mountain areas
INTERREG IV B Projekt ViTo – Integrated Urban Development of Vital Historic Towns as Regional Centres in South East Europe
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