Band 9: Strategien der Clusterförderung – Eine Untersuchung am Beispiel ausgewählter Cluster in Rheinland-Pfalz

AzR

Arbeitspapiere zur Regionalentwicklung – Elektronische Schriftenreihe des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Raumordnung (E-Paper) – Band 9

Jessica Tabea Werner
Strategien der Clusterförderung – Eine Untersuchung am Beispiel ausgewählter Cluster in Rheinland-Pfalz

Obgleich der Clusteransatz in der wissenschaftlichen Diskussion der letzten Jahre vermehrt kontrovers diskutiert wird, sind viele Politiken durch die Orientierung an Clustern geprägt. Die Förderung von Clustern nimmt hierbei insbesondere im Zuge der Regionalisierung eine bedeutende Stellung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen ein. Hinsichtlich der Wirksamkeit der vorhandenen Fördermaßnahmen in der Praxis können bislang nur eingeschränkt Aussagen getroffen werden.

Anhand der vorliegenden Arbeit sollen die vorhandenen Möglichkeiten der Förderung von Clustern auf den verschiedenen politischen Ebenen aufgezeigt werden um, darauf aufbauend die Wirksamkeit des Förderangebots anhand zweier Cluster exemplarisch zu untersuchen. Neben einer umfassenden Recherche bilden vorrangig Interviews mit Experten aus der Praxis (EU, Bund, Land, Kommune) eine wesentliche Informationsgrundlage zur Darstellung des Förderangebots.

Im Rahmen der Arbeit dienen zwei rheinland-pfälzische Cluster, der Commercial Vehicle Cluster sowie der Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff, als Untersuchungsbeispiele. Die Förderung beider Cluster variiert aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Lage, Struktur und Einwicklungsstufe, erheblich. Um Aufschluss über die Wirksamkeit der Clusterförderung in der Praxis zu erhalten, wurde die Förderung der zwei Beispielcluster hinsichtlich dreier Wirkungsrichtungen untersucht. Die Effekte der Maßnahmen finden sowohl auf Ebene der jeweiligen Clusterinitiative insgesamt, der Mitgliedsorganisationen als auch auf Ebene der jeweiligen Region Berücksichtigung.

Die Wirkungsanalyse erfolgte verbal-argumentativ auf Grundlage einer qualitativen, zweistufigen Befragung. Hierbei wurden zunächst das jeweilige Clustermanagement und darauf aufbauend ausgewählte, in die Clusterarbeit eingebundene Organisationen befragt. Die im Zuge der Arbeit gewonnen Erkenntnisse dienen als Basis der abschließend formulierten Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Bereitstellung sowie der Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen. Die Empfehlungen richten sich zum einen an Clusterförderinstitutionen und zum anderen an Clusterinitiativen im Allgemeinen, wobei auf die beiden Beispielcluster zugeschnittene Vorschläge aufgezeigt werden.

ISSN 1869-3814
Seitenzahl: 175

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