Fachexkursion Alpenraum

Auslandsexkursion mit Geographie-Studierenden der TU Kaiserslautern zum Thema „Der Alpenraum – sozio-ökonomische Entwicklungen, Herausforderungen, Strategien“ vom 07. bis 16. Oktober 2015

Zur Auslandsexkursion im AlpenraumIm Rahmen der Ausbildung von Masterstudierenden im Studiengang Geographie wurde in der Zeit vom 07. bis 16. Oktober 2015 unter Leitung des Lehrstuhls RUR eine Fachexkursion zum Thema „Der Alpenraum – sozio-ökonomische Entwicklungen, Herausforderungen, Strategien“ durchgeführt. Im Vordergrund stand die Diskussion der aktuellen Entwicklungen in verschiedenen Strukturbereichen (Bevölkerung, Industrie, Handwerk, Tourismus, Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung) sowie die damit verbundenen Herausforderungen, Perspektiven und Strategien für die zukünftige Regional- und Kommunalentwicklung.

Das Exkursionsgebiet umfasste einen großen Teil des Alpenraumgebietes. Auf diese Weise war es möglich, den Studierenden die Heterogenität des Alpenraums aufzuzeigen und vergleichend zu analysieren. Ausgehend von Chur in Graubünden über das Münstertal führte die Exkursionsroute die Gruppe nach Südtirol ins Ultental und weiter nach Meran und Bozen. Von Bozen aus verlief die Route über den Reschenpass nach Innsbruck im österreichischen Bundesland Tirol über Werfenweng, Zell am See und Mittersill. Die Exkursion abschließende Programmpunkte fanden in Salzburg und dem Salzburger Seenland statt.

Im Rahmen des Programms wurden verschiedene thematische Schwerpunkte gesetzt. Einleitend wurden allgemeine raumrelevante Trends im Alpenraum thematisiert, um einen ersten Überblick über die Entwicklungen zu erhalten. Aufbauend darauf ging es inhaltlich um den sozioökonomischen Strukturwandel im Alpenraum im Zuge dessen die Entwicklung und Tradition der Alpgenossenschaften in Graubünden sowie die wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklungen der Nationalparkregion Engadin und die Strategien zur Wirtschafts- und Regionalentwicklung in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau behandelt wurden. Ein zentraler inhaltlicher Aspekt waren darüber hinaus die Strategien zur nachhaltigen Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Daseinsvorsorge im Ultental und Passeiertal sowie die Schwerpunktsetzung im Bereich der Mobilität im Hinblick auf die Vinschger Bahn mit ihrem hohen Einfluss auf Wirtschaft und Kultur entlang der Vinschger Strecke zwischen Bozen und Malles. In Bozen, als das größte städtische Zentrum in Südtirol wurden sodann die Wirtschaftsstruktur und -förderung als auch die Dachmarken- und Destinationsentwicklung in Südtirol aufgegriffen. Die Begegnung und Einbindung von Partnern aus Forschung von Lehre vor Ort war auch bei dieser Exkursion wieder ein zentraler Bestandteil. Aus diesem Grund wurde das geographische Institut der Universität Innsbruck eingebunden. Im Rahmen des Besuchs stellten Studierende der Universität Innsbruck ihre abgeschlossenen Bachelor- und Masterabreiten zum Thema Strategien und Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum vor. So fand ein wissenschaftlicher Austausch der Studierenden auf Augenhöhe statt.

Neben weiteren Inhalten zum Thema nachhaltige Entwicklung wurden ferner die Bedeutung, Entwicklungen und Konzepte im Bereich Tourismus aufgegriffen. Hierzu boten der Besuch des Österreichischen Alpenvereins, der unter dem Thema Beginn des organisierten Alpentourismus stand sowie ein Austausch mit der Tirol Werbung GmbH über Marketingziele und -strategien für Tirol einen sehr guten ersten Einblick. In Werfenweng wurde daraufhin das nachhaltige Tourismuskonzept des Netzwerks Alpine Pearls vorgestellt, eine Dachmarke für sanfte Mobilität im Tourismus. Als weiterer Themenkomplex wurde der Bereich Regionalentwicklung und Regionalmanagement an ausgewählten Beispielen im Pinzgau thematisiert. Die Exkursion abschließend hatte die Exkursionsgruppe die Möglichkeit verschiedene Modellgemeinden im Salzburger Seenland mit dem Schwerpunkt Energie und Klimaschutz zu besuchen.

Durch das inhaltlich und räumlich sehr vielfältige Programm war es den Studierenden möglich, das Exkursionsgebiet umfassend zu analysieren und sich den Raum zu erschließen. Insbesondere die fachlichen Diskussionen mit den Akteuren boten dabei die Chance, dass die vermittelten Inhalte intensiviert und gefestigt werden konnten.

Univ.-Prof. Gabi Troeger-Weiß
Dipl.-Geogr. Kathrin Peter

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