Band 38: Der Umgang mit Windenergie in der räumlichen terrestrischen Planung am Beispiel ausgewählter Regionen aus Deutschland und Spanien

SRL

Schriften zur Raumordnung und Landesplanung (SRL) – Band 38

Kathrin Färber
Der Umgang mit Windenergie in der räumlichen terrestrischen Planung am Beispiel ausgewählter Regionen aus Deutschland und Spanien

Die in Deutschland eingetretene Kehrtwende in der Energiepolitik, weg von Atomenergie und fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien, basiert auf dem Ziel bis 2020 30% des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien decken zu können. Vor allem der Energieträger Wind soll der Bundesregierung zu ihrem Ziel verhelfen.

Trotz aller Vorzüge birgt die Windkraftnutzung aber auch Konfliktpotentiale. Anwohner können durch Lärmemissionen und Schattenwurf belästigt werden, bestimmte Vogel- und Wildtierarten können durch Windenergieanlagen beeinträchtigt werden und nicht zuletzt können Landschaften in ihrem Bild und ihrer Perzeption verändert werden. Diese Beeinträchtigungspotentiale mindern die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Anlagen, vor allem in besonders betroffenen Regionen wie dem Norden Deutschlands.

Trotz aller Konfliktpotentiale ist der Ausbau für eine nachhaltige Zukunft unabdingbar. Durch ihre Kompetenz alle berührten Belange einzubinden, zu gewichten und schließlich einer Abwägung zuzuführen, eröffnet die Rauplanung in Deutschland die Möglichkeit, die der Windkraft immanenten Konfliktpotentiale zu minimieren und damit die Akzeptanz dieser Form der Energiegewinnung zu erhöhen. Darüber hinaus verfügt sie über Instrumente, die es möglich machen, Flächen für die Windenergienutzung in geeigneten Räumen verbindlich zu sichern sowie in ungeeigneten Räumen auszuschließen.

Allerdings ist der raumplanerische Umgang mit Windenergie kein ausschließlich deutsches Thema. Die damit verbundenen Herausforderungen begegnen innerhalb der Europäischen Union unterschiedlichen Systemen räumlicher Planung. Um die Handhabung der deutschen Raumplanung bezüglich ihrer Erfolge und Defizite gerecht beurteilen zu können, aber auch um an den Erfahrungen anderer Länder Maß zu nehmen, bietet es sich an, den deutschen Umgang mit Windenergie im Lichte der Handhabung eines anderen Landes zu betrachten. Spanien als stärksten innereuropäischen Konkurrenten zu wählen liegt dabei nahe.

ISBN 978-3-937006-16-1
Seitenzahl: 120
Elektronische Publikation

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